Strafrecht

Das Strafrecht umfasst jene Rechtsnormen, durch die bestimmte Handlungen von der Rechtsordnung mit Strafe sanktioniert werden, als staatliche Reaktion schuldhaft begangenen Unrechts. Das Ziel des Strafrechts sind insbesondere der Schutz bestimmter individueller Rechtsgüter (z.B. das Leben, die körperliche Unversehrtheit, das Eigentum) und die Wahrung bzw. Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung.

Neben dem StGB finden sich auch eine Vielzahl von Strafnormen in Neben- und Spezialgesetzen (z.B. Arzneimittelgesetz, Waffengesetz), deren Durchsetzung überwiegend in der StPO geregelt ist. Die Aufgaben des Rechtsanwalts auf dem Gebiet des Strafrechts können sehr unterschiedlich sein, insbesondere ist hier auf die Strafverteidigung, den Zeugenbeistand und die Arbeit als Opferanwalt einzugehen.

Strafverteidigung

Wem die Begehung einer Straftat vorgeworfen wird, wird während des gesamten Strafverfahrens ein Strafverteidiger zur Seite gestellt. Seine Aufgabe ist es die Interessen des Beschuldigten als unabhängiges und selbstständiges Organ der Rechtspflege zu vertreten, wobei er dem Gericht und der Staatanwaltschaft gleichgestellt ist.

Die Durchführung des Strafprozesses muss den dafür vorgesehenen gesetzlichen Regelungen genügen; der Strafverteidiger hat also auch darauf zu achten, dass diese Verfahrensregeln eingehalten werden, sodass die Rechte seines Mandanten gewahrt werden. Er gestaltet das Verfahren durch Anträge, Erklärungen oder gezielte Befragungen mit.

Zeugenbeistand

Jeder Zeuge eines Strafprozesses darf im Rahmen seiner Vernehmung einen Rechtsanwalt als Rechtsbeistand hinzuziehen. Wenn dem Zeugen ein Zeugnis- oder Auskunftsverweigerungsrecht zusteht, soll durch den Rechtsanwalt zunächst sichergestellt werden, dass der Zeuge dieses auch geltend machen kann. Zudem soll der Zeuge durch rechtlichen Beistand vor Missverständnissen und Fehlformulierungen geschützt werden.

Wichtig ist, dass der Zeugenbeistand aber nicht mehr Rechte hat, als der Zeuge selbst. Er ist daher kein Verfahrensbeteiligter und hat demnach nach allgemeiner Ansicht zum Beispiel kein Recht zur Akteneinsicht oder ein Anwesenheitsrecht außerhalb der Zeugenvernehmung.

Opferanwalt

Auch das Opfer einer Straftat hat einen Anspruch auf rechtlichen Beistand, wenn es berechtigt ist sich als Nebenkläger an dem Verfahren zu beteiligen. Nebenklageberechtigt können auch nahe Angehörige eines durch rechtswidrige Tat Getöteten sein. Der Nebenkläger hat ein Anwesenheitsrecht während der Hauptverhandlung, wenngleich er nicht zur Anwesenheit verpflichtet ist und sich somit auch durch seinen Rechtsanwalt vertreten lassen kann.

Des Weiteren hat er Anhörungs-, Frage- und Erklärungsrechte, er kann Beweisanträge stellen lassen und einen Schlussvortrag halten. Zudem kann der Nebenkläger gegen das Urteil durch Einlegen des entsprechenden Rechtsmittels den Schuldausspruch anfechten. Auch zivilrechtliche Ansprüche gegen den Täter der rechtswidrigen Tat können mit dem Strafprozess verknüpft werden und bereits in diesem Verfahren geltend gemacht werden.

Da die Opfer einer Straftat oftmals in schlechter physischer oder psychischer Verfassung sind, muss durch den Opferanwalt sichergestellt werden, dass der Nebenkläger nicht zum bloßen Verfahrensobjekt als Zeuge gemacht wird, sondern seine besondere Stellung als Geschädigter berücksichtigt wird.

 

Ich stehe Ihnen mit langjähriger Erfahrung im Strafrecht, als Strafverteidigerin im Ermittlungs-, Haupt und dem anschließenden Strafvollstreckungsverfahren, sowie als Nebenklägervertreterin, Zeugenbeistand und Opferanwältin zur Verfügung.

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