Verkehrsrecht/Unfallschadenregulierung

Ich berate Sie in allen Fragen des Verkehrsrechts. Nachfolgend habe ich aufgeführt, welche Rechtsbereiche hierzu gehören. Beachten Sie auch meine weiterführenden Seiten zu einzelnen verkehrsrechtlichen Themen.

Verkehrszivilrecht

Sie waren in einem Verkehrsunfall verwickelt und die gegnerische Versicherung will nicht oder nicht vollständig zahlen, weil Sie ein Mitverschulden treffen soll.

Oder es gibt Probleme, weil noch andere Personen beteiligt sind.

Mit diesen Problembereichen befasst sich u.a. das Verkehrszivilrecht. Es geht dabei meist um verschiedene Ansprüche, um mehrere Geschädigte und/oder mehrere Unfallverursacher und darüber hinaus oftmals widersprechende Angaben zum Unfallhergang.

Für den Fall eines Verkehrsunfalls habe ich Ihnen die wichtigsten Regeln zusammengefasst.

10 Grundregeln bei einem Verkehrsunfall

  1. UnfallautoSichern Sie die Unfallstelle. Fordern Sie sofort die Polizei und wenn nötig den Rettungswagen an. Ruhe bewahren! Bei finanzierten und geleasten Fahrzeugen ist meist vertraglich schon vorgeschrieben, dass die Polizei zu verständigen ist.
  2. Suchen Sie nach Zeugen, die den wahren Hergang des Unfalls bekunden können! Auch Mitfahrer sind mögliche Zeugen.
  3. Machen Sie Fotos, die auf den Unfallhergang und die tatsächlich entstandenen Schäden schließen lassen! Verändern Sie nichts, bevor die Polizei eintrifft. Wird doch etwas bewegt, Skizze anfertigen oder fotografieren.
  4. Tauschen Sie Ihre Personalien aus! Ist Ihr Unfallgegner dazu nicht bereit, reicht das gegnerische KFZ-Kennzeichen und ich kann für Sie die übrigen Personalien über den Zentralruf für Autoversicherer feststellen lassen. Bei einem einsichtigen Schädiger lassen Sie sich dessen Unfallverursachung und sein Verschulden daran nach Möglichkeit schriftlich bestätigen. Vertrauen sie nicht auf mündliche Zusagen des Unfallverursachers!
  5. Geben Sie keine für Sie nachteiligen Erklärungen zur Schuldfrage - auch wenn man Sie drängt - gegenüber der Polizei oder anderen Beteiligten ab! Dies gilt für mündliche und schriftliche Erklärungen.
  6. Wenn die Polizei am Unfallort erscheint, notieren Sie sich Namen und Dienststelle der aufnehmenden Beamten.
  7. Tauschen Sie mit dem Fahrer Versicherungsdaten und Anschriften aus! Lassen Sie sich vorsichtshalber dessen Personalausweis zeigen.
  8. Bei Schmerzen bzw. möglichen Verletzungen immer sofort einen Arzt aufsuchen und die Verletzungen dokumentieren lassen.
  9. Vereinbaren Sie unmittelbar nach dem Unfall einen Termin mit unserer Kanzlei. Selbst bei noch so "klaren" Fällen kommt es mangels Kenntnis der Geschädigten über ihre Ansprüche sehr oft zu Rechts- und damit immer auch zu Vermögensnachteilen. Lassen Sie sich deshalb anwaltlich beraten. Zu einem Beratungsgespräch bringen Sie ggf. ihre Rechtsschutzpolice mit. Rechtsschutzversicherungen werden heute bereits bei allen Automobilclubs angeboten ( z.B. ADAC, ACE usw.)
  10. Wenn die Versicherung bei Ihnen anruft oder sonst Kontakt mit Ihnen aufnimmt: Treffen Sie auch hier keine Vereinbarungen mit dem Versicherer. Verweisen Sie die Versicherung einfach an Ihren Anwalt.

Fahrerlaubnisrecht

Bei dem Fahrerlaubnisrecht handelt es sich um alle Fragen, die im Zusammenhang mit der Entziehung bzw. Wiedererlangung der Fahrerlaubnis stehen.

Hierbei stehen insbesondere Fragen rund um die so genannte medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU), im Volksmund auch "Idiotentest" genannt, im Vordergrund. Wir beraten Sie hinsichtlich des Ablaufs der MPU und der Möglichkeiten, sich gezielt auf die MPU vorzubereiten. Wir stellen wir für Sie außerdem bei dem zuständigen Gericht Anträge zur Sperrzeitverkürzung, wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen und sind behilflich bei der Klärung strittiger Fragen rund um die MPU.

Bei der Wiedererlangung der Fahrerlaubnis ist schnelles Handeln erforderlich. Zur Vorbereitung auf die MPU und im Hinblick auf eine mögliche Sperrzeitverkürzung ist daher eine frühzeitige Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung und Schulung erforderlich. Wir helfen Ihnen, die Chancen auf ein positives Gutachten bei der MPU zu steigern. Dabei arbeiten wir mit einem Verkehrspsychologen zusammen, der Sie seriös und kompetent auf die MPU vorbereitet. Gesetzliche Regelungen dazu finden Sie in der Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr (Fahrerlaubnis-Verordnung-FeV)

Im Fahrerlaubnisrecht berate ich Sie gern in folgenden Bereichen:

  • Registereintragungen im Verkehrszentralregister
  • Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU)
  • Anordnung einer verkehrsmedizinischen Untersuchung
  • Entziehung der Fahrerlaubnis
  • Wiedererteilung der Fahrerlaubnis
  • Anerkennung einer ausländischen Fahrerlaubnis
  • Anordnung der Führung eines Fahrtenbuches

Das von mir zu bearbeitende Verkehrszivilrecht umfasst folgende Gebiete:

  • Kfz- Schadenregulierung
  • Personenschadenregulierung mit Schmerzensgeld und Haushaltsführungsschaden, Verdienstausfall usw.
  • Kfz- Versicherungsrecht (Haftpflichtschadenrecht, Kaskoschadenrecht)
  • Autokauf (Neu- und Gebrauchtwagenkauf)
  • Kfz-Leasing

Häufig gestellte Fragen zur Medizinisch-psychologischen Untersuchung:

1. Was beinhaltet die MPU?

Bei der MPU wird im Rahmen von Gesprächen, Tests und Übungen untersucht, ob jemand zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist. Die große Mehrheit der Teilnehmer kommt wegen Alkohol am Steuer zur MPU.
Um den Führerschein wieder zu erlangen, müssen diese Autofahrer nachweisen, dass sie sich kritisch mit ihrem Trinkverhalten auseinandergesetzt haben. Die MPU bietet die Möglichkeit in einem Gespräch dem Psychologen glaubhaft zu vermitteln, das keine Alkohol- oder Betäubungsmittelgewohnheit gegeben ist und damit keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit des Straßenverkehrs gegeben ist. Auch bei Drogenkonsumenten und Punktejägern geht es in der MPU darum, zu klären, ob die Betroffenen ihr Verhalten entsprechend geändert haben. Die Mehrheit der Teilnehmer kommt wegen Alkohol und Betäubungsmitteln zur medizinisch-psychologischen Untersuchung. Um die Fahrerlaubnis wieder zu erlangen, müssen die Autofahrer oder Radfahrer nachweisen, das sie sich kritisch mit ihrem Alkoholkonsum und Betäubungsmitteln auseinandergesetzt haben.

2. Was sind die Inhalte der MPU?

Die MPU besteht im Wesentlichen aus zwei Hauptteilen: der medizinischen Untersuchung und einem psychologischen Gespräch. Der medizinische Teil beinhaltet eine körperliche Untersuchung, manchmal mit Urinabgabe und Blutabnahme. Während des psychologischen Teils wird ein ausführliches Gespräch geführt, worüber eine Gesprächsmitschrift erstellt wird. Zusätzlich gibt es noch Tests zur Leistungsfähigkeit (Reaktionsleistung, Konzentration, Aufmerksamkeit etc.). Es wird angeraten, mit dem für den psychologischen Teil der MPU betrauten Psychologen ein Vorgespräch zu vereinbaren, dass dieser die Möglichkeit hat, Sie besser kennen zu lernen.

3. Die MPU ist gemäß §§ 46 III in Verbindung mit §§11 ff Fahrerlaubnisverordnung zwingend vorgeschrieben.

4. Wo wird eine MPU durchgeführt?

Eine MPU kann nur bei amtlich anerkannten Begutachtungsstellen für Fahreignung durchgeführt werden. Ich empfehle Ihnen gern eine geeignete Stelle.

5. Wann ist nach einer negativen Begutachtung eine erneute Untersuchung möglich?

Im Gutachten sollte eine Empfehlung stehen, was Sie unternehmen können, um Ihre Chancen auf eine positive Beurteilung zu erhöhen. Wenn Sie die Empfehlungen nicht verstehen, können Sie sich auch ohne weitere Kosten vom Gutachter das Gutachten und die Empfehlung in einem persönlichen Gespräch erklären lassen. Eine "Sperrfrist", die vorgibt, wann Sie wieder eine MPU absolvieren können, gibt es nicht. Es empfiehlt sich jedoch nicht, verfrüht eine erneute MPU anzugehen.

6. Gleicht der Verlauf einer zweiten MPU dem der Ersten?

Der Verlauf ist der Gleiche, nur die Empfehlungen des Gutachters aus der ersten MPU sollten befolgt werden. Dadurch steigern sich die Erfolgschancen immens.

7. Was passiert, wenn ich der Anordnung der Fahrerlaubnisbehörde, eine MPU zu besuchen, keine Folge leiste?

Die Fahrerlaubnisbehörde darf im Falle einer Nichtvorlage einer MPU auf die fehlende Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen schließen, sodass auch nach Ablauf der Sperrzeit keine neue Fahrerlaubnis erteilt wird.

8. Bekomme ich meinen Führerschein automatisch nach Ablauf der Sperrzeit zurück?

Nein. Die Fahrerlaubnis wird nur auf Antrag wieder erteilt. Sind seit der Entziehung mehr als zwei Jahre vergangen, sind theoretische und praktische Prüfung erneut zu absolvieren.

9. Kann ich mit einer ausländischen Fahrerlaubnis die MPU umgehen?

Nach einer Entscheidung des OLG Celle, die auf Grundlage einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ergangen ist, kann sich eine Person des Fahrens ohne Fahrerlaubnis im Inland strafbar machen, wenn die Fahrerlaubnis während der Sperrzeit im Ausland erworben worden ist. Dies auch dann, wenn erst nach Ablauf der Sperrfrist von der Fahrerlaubnis Gebrauch gemacht wird. Grundsätzlich ist aber jeder Einzelfall gesondert zu prüfen. Dazu berate ich Sie gern.

10. Kann die Sperrzeit verkürzt werden?

Grundsätzlich ist eine Sperrzeitverkürzung möglich. Das Gesetz schreibt jedoch bestimmte Anforderungen vor, die beachtet sein müssen. Dem Gericht sind solche Tatsachen vorzutragen, die erst nach dem Urteil berücksichtigt werden können. Erfolg versprechend ist in der Regel der Nachweis von Schulungsmaßnahmen, die eine Auseinandersetzung des Verurteilten mit seinem der Trunkenheitsfahrt zugrunde liegenden Verhalten belegen.

Zum Thema Sperrzeitverkürzung berate ich Sie gern.

Ihr Anwalt in Leipzig: Rechtsanwältin Mandy Turowski

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